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Füllungsmaterialien für Ihre Zahnarztpraxis oder Labor kaufen Sie jetzt im ORBIS Dental-Shop!

Füllungen / wann und wieso überhaupt?

Füllungsmaterialien kommen fast immer im Zusammenhang mit kariöser Zahnhartsubstanz ins Spiel. Bevor der Zahnarzt die Füllung jedoch legen kann, muss das durch Zahnkaries erkrankte Material erst mechanisch entfernt werden. Das geschieht, indem der Zahn, der an einem Schaden durch Karies leidet, instrumentell behandelt und beschliffen wird. Dieser Schritt wird in der Zahnmedizin als Kavitätenpräparation bezeichnet. Diese Präparation sollte möglichst schonend für die Zahnhartsubstanz erfolgen und trotzdem so gestaltet sein, dass die spätere Restauration fest verankert werden kann. Die gesunde Zahnsubstanz soll dabei natürlich minimal entfernt werden / so wenig wie möglich, so viel wie nötig. In der Zahnmedizin wird dieses Vorgehen als minimal-invasiv bezeichnet.

Der durch die Präparation entstandene Hohlraum / die Kavität / muss anschließend wieder gefüllt werden. Die Füllung sichert unter anderem die Widerstandsfähigkeit gegen ein erneutes Auftreten von Zahnkaries an derselben Stelle. Je nachdem welcher Zahn betroffen ist und an welcher Stelle die Zahnsubstanz erkrankt ist, kommen verschiedene Füllungstechniken und Füllungsmaterialien zum Einsatz. Die zu füllenden Flächen des Zahnes werden in 5 Kavitätenklassen nach Black eingeteilt.

In vielen Fällen kann dem Patienten mit plastischen Füllungen direkt vor Ort und im direkten Anschluss an die Präparation geholfen werden. In diesem Fall wird die Füllung direkt im Mund geformt und es ist kein zweiter Zahnarzttermin notwendig. Composites, Compomere, Glasionomerzemente und Amalgame gehören zu den plastischen Füllungsmaterialien, die bei diesen Sitzungen zum Einsatz kommen. Während Composites und Compomere anhand einer Polymerisationslampe ausgehärtet werden, härten Glasionomere und Amalgame meist chemisch und ohne Lichtenergie aus.

In anderen Fällen werden Abdrücke der betroffenen Stelle genommen, damit die passenden Füllungen bzw. Zahnrestaurationen vom Zahntechniker im Dentallabor erstellt werden können. Diese werden in einer zweiten Sitzung beim Zahnarzt eingesetzt. Für die Übergangszeit zwischen den beiden Zahnarztterminen, in der der Zahntechniker fleißig wird, erhält der Patient provisorische Füllungen bzw. Restaurationen, wie z.B. aus unserem ORBI-Temp K+B. Diese provisorischen Restaurationen werden mit temporärem Befestigungszement wie beispielsweise dem ORBI-Temp Befestigungszement NE von ORBIS befestigt. Dieser provisorische Befestigungszement von ORBIS enthält kein Eugenol (NE = No Eugenol) und weist damit ein geringeres Allergiepotenzial auf als eugenolhaltige Alternativen. Diese temporären Zemente haben die Eigenschaft, dass sie leicht wieder entnommen werden können, um in einer späteren Sitzung die definitive und dauerhaft festsitzende Füllung bzw. Restauration einsetzen und befestigen zu können.

Wie wird präpariert?

Für die Präparation benutzt der Zahnarzt rotierende Instrumente, Fräsen und Schleifkörper. Das Präparieren wird unter Wasserkühlung durchgeführt. Häufig wird ein Luft-Wasser-Gemisch (auch Spray) verwendet, um den Zahn vor Überhitzungsschäden zu schützen. Traumatisierende Präparationsmaßnahmen im Dentin pulpavitaler Zähne können zu einer vorübergehenden oder dauerhaften Schädigung der Zahnpulpa (Zahnnerv) führen. Deshalb ist eine ausreichende Kühlung der Instrumente essentiell wichtig. So stellen extensiv pulpanahe Präparationen eine häufige Ursache für Schädigungen der präparierten Zähne dar. Um in diesen Fällen die Pulpa zu schützen, wird ein Pulpaüberkappungsmaterial empfohlen. Hierfür ist der ORBIS Cavity Liner LC ideal. Die lichthärtende Calciumhydroxidpaste eignet sich hervorragend als Schutzschicht bzw. Unterfüllung bei pulpanahen Füllungen. Calciumhydroxid regt Odontoblasten zur Neubildung von Dentin an, hat einen antimikrobiellen Effekt und dient als Schutz vor der Säureexposition beim Einsatz von Zementen. Liegt die Pulpa komplett frei und es ist gar keine Dentin-Schicht mehr vorhanden, so spricht man von einer direkten Pulpaüberkappung. In diesem Falle empfehlen wir die Anwendung des ORBIS ResinoCal LC. Das harzverstärkte Material enthält MTA Füllstoffe. MTA (Mineral Trioxid Aggregat) hat eine sehr hohe Biokompatibilität, beruhigt die Pulpa und stellt eine echte bakteriostatische Barriere dar.

Wie wird befestigt?

Bei der Befestigung einer Restauration oder einer Zahnfüllung kommen verschiedene Adhäsiv- bzw. Klebetechniken zum Einsatz, damit das Composite oder die Keramik in der Kavität bzw. an dem Zahn haften bleibt. Bei Füllungen aus Amalgam oder den meisten Glasionomerzementen entfällt dieser Schritt. In der Zahnheilkunde wird in der Regel der Begriff Adhäsion verwendet, wenn von der Haftung des Füllungsmaterials am Zahn gesprochen wird. Beim adhäsiven Einsetzen / also dem Herstellen des Verbunds zwischen den Kunststoffen, Composites bzw. Keramiken und dem Zahnschmelz bzw. dem Dentin kommen verschiedene Adhäsivtechniken in Frage.

Wie unterscheiden sich die Adhäsivtechniken voneinander?

1) Die Total-Etch oder Etch+Rinse-Technik

Eine etablierte und klinisch erfolgreich eingesetzte Technik / jedoch mit vielen Arbeitsschritten!
Unter dem Begriff "Total-Etch" versteht man das Vorgehen des simultanen Ätzens von sowohl des Schmelzes als auch des Dentins vor der Applikation des Adhäsivs. Beim Ätzen erfolgt das Anrauen der Zahnoberfläche zur Verbesserung der Haftung des Füllungsmaterials. Um die ganze Kavität zu konditionieren und die dünne Schmierschicht (Smear Layer) aus Präparationsrückständen zu entfernen, welche bei der Präparation mit rotierenden Instrumenten entsteht, wird mit Phosphorsäure geätzt. ORBIS empfiehlt die Anwendung des ORBIS 37%-igen Ätzgels. Nach diesem Vorgang wird das Ätzgel wieder mit Wasserspray entfernt und die Kavität gründlich getrocknet. Ein Übertrocknen des Dentins sollte auf alle Fälle vermieden werden, um das Kollabieren von Kollagenfasern zu vermeiden, was wiederum zu einer weniger durchlässigen Oberfläche, einem potentiell schlechteren Verbund sowie postoperativen Sensibilitäten führen könnte.

2) Selective-Etch-Technik
Bei Anwendung der Selective-Etch-Technik wird Phosphorsäure nur auf die Schmelzränder appliziert und anschließend wieder abgespült. In einem 2. Schritt wird das Dentin mit einem Primer oder einem selbstätzenden Adhäsiv konditioniert. Dabei wird die Schmierschicht nicht entfernt, sondern modifiziert. Diese Technik kommt verstärkt mit neuen Universal-Adhäsiven wie beispielsweise ORBI-Bond Universal oder auch in Kombination mit selbstätzenden Adhäsiven wie ORBI-Bond SE One zum Einsatz, bei deren Anwendung vorher nicht geätzt werden muss.

3) Self-Etch-Technik

Bei der Verwendung selbstätzender Adhäsive in der Self-Etch-Technik entfällt der erste Ätzschritt mit Phosphorsäure. Die sauren Monomere, die in den Self-Etch-Adhäsiven enthalten sind, ätzen Schmelz-und Dentinoberflächen an. Durch den milderen pH-Wert dieser Adhäsive wird außerdem eine Dentintrocknung vermieden und die bereits oben genannten Risiken wie beispielsweise postoperative Sensibilitäten werden minimiert.

Wann wird welche Technik angewendet?

Self-Etch- und Total-Etch-Adhäsive haben eine unterschiedlich starke Wirkung auf Schmelz und Dentin. Die Total-Etch-Technik wird gerne verwendet, wenn ein Großteil der Klebefläche im Schmelz liegt wie z.B. bei Frontzahnfüllungen, welche einen hohen Anspruch an die Ästhetik haben. Für diese Technik eignet sich unser ORBI-Bond TE Acetonfrei.

Self-Etch-Adhäsive haben hervorragende Haftwerte auf Dentin und sind daher für Restaurationen geeignet, die zum Großteil im Dentin liegen. Für diese Technik können Sie unser ORBI-Bond SE One verwenden.

Die Selective-Etch-Technik erzielt sehr gute Ergebnisse, wenn ein Verbund sowohl zu Schmelz als auch zu Dentin hergestellt werden soll. Diese Technik ist im Zusammenhang mit einem selbstätzenden Adhäsiv sinnvoll. Für diese Technik können Sie unser ORBI-Bond SE One verwenden.

Bei den vielen verschiedenen Bondings kann es schon einmal schwer sein, den Überblick zu behalten. Daher gibt es sogenannte Universal Bondings. Auch ORBIS bietet mit seinem ORBI-Bond Universal ein Adhäsiv an, das für alle der oben genannten Techniken verwendet werden kann!

Composite

Composites für Zahnfüllungen sind in keiner Praxis wegzudenken! Sie bestehen aus einer organischen Kunststoffmatrix, die mit anorganischen Füllkörpern versetzt ist. Füllstoffe können beispielsweise Gläser bzw. Glaskeramiken, Quarzteilchen bzw. Silikate oder Siliziumdioxid sein. Die Oberfläche dieser Füllstoffe ist silanisiert, um eine Verbindung mit der organischen Matrix herzustellen. Je nach Größe der Füllstoffe werden sie unterteilt in: Makrofüller, Mikrofüller, Mikrofüller-Komplexe (Hybridcomposite) und Nanopartikel (Nano-Hybridcomposite). Composites haben den großen Vorteil mit geringem Zeitaufwand, kostengünstig und in nur einer Sitzung eingesetzt zu werden und höchste ästhetische Ansprüche zu erfüllen.

ORBIS bietet Ihnen verschiedene Füllungsmaterialien für diverse Indikationen. Ein besonders beliebtes Füllungsmaterial ist ORBI-HiFil supremeX / ein lichthärtendes, hochvisköses, universelles Nanohybrid-Composite, das Sie für hochwertige Standardrestaurationen sowohl im Frontzahn- als auch im Seitenzahnbereich einsetzen können. Es bietet herausragende physikalische Eigenschaften, optimale Fluoreszenz und ist in 6 VITA-Farben erhältlich. Bei diesem Nanohybrid-Composite werden Nanopartikel von 0,05 bis 3 µm als Füllstoffe verwendet. Der Gewichtsanteil der Füllstoffe macht 80 % aus, das Volumen wiederum 69 %. Durch die Kombination von großen und kleinen Füllstoffpartikeln wird die Packungsdichte der Füllstoffe im Composite weiter erhöht. Dieses Composite wird in der Mehrschichttechnik angewendet und kann bis zu 2 mm dick in der Kavität appliziert werden, bevor die Schicht polymerisiert wird. Dabei entsteht eine Sauerstoffinhibitionsschicht / eine dünne Schmierschicht, welche an der Oberfläche entsteht und aus nicht oder unzureichend polymerisiertem Composite besteht. Diese Sauerstoffinhibitionsschicht ist bei der Mehrschichttechnik unerlässlich, da auf dieser Schicht die nächste neue aufgetragene Composite Schicht chemisch besonders gut haftet.

Bei dem ORBI-FlowX handelt es sich um ein besonders fließfähiges Composite. Dieses röntgensichtbare Microhybrid-Composite wird 1 mm geschichtet und ist für verschiedene Indikationen geeignet. So können Sie es als Liner, also als Unterfüllung von Kavitäten, sowie auch für Versiegelungen verwenden. Des Weiteren ist dieses Material perfekt für Frontzahnrestaurationen und kleine Seitenzahnrestaurationen geeignet.

Bei Wunsch nach Zeitersparnis durch weniger Schichten kommt ein Bulk-Fill Material zum Einsatz! Bulk-Fill Composites wie unser ORBI-BulkFill können in Schichtstärken bis zu 4 mm aufgetragen und polymerisiert werden. Die erhöhten Durchhärtungstiefen dieser Composites werden durch den Einsatz optimierter Photoinitiatorsysteme und einer Erhöhung der Transluzenz der Materialien erreicht und bieten eine enorme Zeitersparnis in der Anwendung. Das ORBI-BulkFill ist ein fließfähiges Composite. Die Eigenschaft der Fließfähigkeit vereinfacht die Anwendung erheblich. Ein weiterer großer Vorteil des ORBI-BulkFill Materials: für Seitenzahnkavitäten der Klasse I ist keine abschließende Okklusionsschicht mit einem herkömmlichen Hybridcomposite notwendig. Das Material ist für die direkte Füllungstherapie im Seitenzahnbereich gedacht. Der universelle Dentinfarbton erspart Ihnen die Lagerung und Anwendung von verschiedenen Farben.

Zubehör bei der Verarbeitung von Composites

Sobald ein Composite als Füllung gelegt wird, ist eine Trockenlegung des Arbeitsfeldes notwendig, da Feuchtigkeit die Adhäsion des Composites an Dentin und Schmelz erschwert. Eine Trockenlegung wird durch die Nutzung von Watterollen oder durch das Anlegen eines Kofferdams erreicht. Der Kofferdam ist ein elastisches Tuch, welches über den betroffenen Zahn gespannt wird und Ihnen hilft, das Arbeitsfeld trocken zu halten. ORBIS bietet Ihnen sowohl Kofferdam aus Latex als auch einen latexfreien Kofferdam mit hoher Reißfestigkeit.

Außerdem kommen häufig Interdentalkeile und Matrizen zum Einsatz, die für die optimale Gestaltung der Füllung bzw. zur Erzielung eines möglichst engen Kontaktpunktes dienen. Auch hier bietet ORBIS die passenden Artikel an. Unsere anatomisch geformten Interdentalkeile aus splitterfreiem Ahornholz sind konkav gestaltet und passen sich ideal der interdentalen Morphologie, also Struktur und Form, an. Unsere extradünnen Tofflemire-Matrizen sind aus rostfreiem Stahl. Sie sind ideal für einen möglichst engen Kontaktpunkt. Als Alternative können außerdem die ORBIS Matrizenbänder verwendet werden, welche mit einem Matrizenspanner sicher anhand einer Schraubvorrichtung fixiert werden.
Für Kavitätenrestaurationen der Klasse II bietet ORBIS mit dem ORBIS Sectional Matrix System das volle System von Teilmatrizen, über Keile und den passenden Ringen an.

Aushärtung von Composites

Alle ORBIS Composites sind lichthärtend. Das bedeutet, dass durch die Lichtenergie einer Polymerisationslampe der Aushärtungsprozess gestartet wird. In den Composites sind Photoinitiatoren wie Campherchinon, welches Licht im Wellenlängenbereich von 420-480 nm absorbiert, oder Lucirin enthalten, die mit UV-Licht im Wellenlängenbereich < 400nm angeregt werden müssen. Die Lichtenergie aktiviert diese chemischen Initiatoren im Composite und setzt die Polymerisation in Gang, bei der das Monomer in der organischen Phase in ein Polymer überführt wird. Die marktüblichen dentalen Polymerisationslampen haben in der Regel Strahlungsdichten von 900 bis 1500 mW/cm². Diese sind ausreichend, um die sichere Aushärtung zu gewährleisten. Deshalb sind Lampen, die diese Leistungen aufweisen, von der DGZMK ausdrücklich empfohlen. Der Vorteil der lichthärtenden Composites ist der hohe Polymerisationsgrad. Es verbleibt weniger Monomer in der ausgehärteten Füllung, weswegen diese über Jahre stabiler gegen Abrasion oder Verfärbungen ist. Composites haben außerdem eine exzellente Farbstabilität und erfüllen hohe Ansprüche an die Ästhetik.